Es ist mitten in der Nacht. Ich bin allein und sitze am offenen Fenster. Meine Gedanken rennen, rennen, rennen. Sie drehen sich im Kreis, um alles, um das immer wieder gleiche. Sorgen. Sorgen und Angst. Ich lasse meinen Blick schweifen und fühle diese Enge in mir.
Und plötzlich ist es still. Ich höre nur noch den Wind durch die entblätterten Bäume rascheln, ab und zu ein Auto vorbei fahren. Vereinzelt laufen Menschen über die Straße. Ich schaue auf und sehe den schwarzen Himmel über den Häusern, vereinzelt ein paar Sterne. Plötzlich bin ich hier. Ich fühle mich in diesem Moment und alles ist gut. Ich bin gut. Gut genug. Alles ist genug. Ich habe genug, ich bin genug, bin schön genug. Alles ist okay wie es ist und lasse die aufkommenden Wellen der Zweifel einfach vorüberziehen, atme, höre, fühle jetzt, die Realität und die Gegenwart. Bin dankbar. Bin hier. Bin sicher. Mach die Gedanken still.
